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Sonderpreis für selbstgebautes Kettenfahrzeug
 
Nico Herbst (Q12) ist feuerwehrbegeistert und ein geschickter Tüftler. Diese beiden Eigenschaften führten ihn zu seinem Seminararbeitsthema, das er zu einer Teilnahme bei Jugend Forscht ausbauen konnte: Die Fertigung eines teilautonomen Kettenfahrzeugs für den Feuerwehreinsatz.

Während des Baus musste Nico eine Schaltung mit zahlreichen LEDs, den Antriebsmotoren, verschiedenen Sensoren und Microcontrollerboards sowie einem LCDisplay entwerfen und zusammenbauen. Dazu kommen mechanische Arbeiten, denn all diese Teile wollen stabil aber auch wieder demontierbar im Gehäuse des etwa 40cm langen Gefährts verbaut werden. Die dritte große Herausforderung war anschließend die Software, denn ohne Programmierung tut so ein Projekt von selbst keinen Mucks. Nico konnte aber viele Hürden überwinden und der Wettbewerbsjury in einem aufwändig selbst gedrehten Video ein funktionstüchtiges Fahrzeug präsentieren, das selbstständig Hindernissen ausweicht, aber auch ferngesteuert werden kann. Während der Fahrt übermittelt es über WLAN die Daten eines Gas-Sensors auf ein mobiles Endgerät. Die Idee dahinter: Bevor sich Feuerwehrleute in ein mit schädlichen Gasen gefülltes Gebäude und damit in Gefahr begeben, könnte das Fahrzeug Informationen aus den Innenräumen liefern. Die Jugend-Forscht-Jury vergab für dieses Projekt den Sonderpreis "Think Safety". Die Schulgemeinschaft gratulierte herzlich zu diesem Erfolg.

Den letzten feierlichen Momenten der Siegerehrung, die dieses Jahr natürlich in Form einer Videokonferenz stattfand, konnte Nico leider nicht mehr beiwohnen. Just an diesem Abend begann nämlich seine Ausbildung bei der Feuerwehr - vorerst ebenfalls digital und auf Distanz. Was Nico nach dem Abi machen wird, ist noch nicht in Stein gehauen, denn seine Möglichkeiten und Interessen sind vielfältig. Wir wünschen ihm jedenfalls alles Gute und viel Erfolg bei allen seinen künftigen Vorhaben.

(J.Schienle, Nicos Betreuungslehrkraft bei Jugend-Forscht)
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