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Juniorwahl am HCA: FDP Wahlsieger – Schlappe für Union und AfD

Die Jahrgangsstufen 10-12 des Herzog-Christian-August-Gymnasium simulier-ten bei der Juniorwahl die Wahl zum Bundestag. Die Ergebnisse werden man-chen Parteien zu denken geben.

Die Wahlkabinen sind aufgebaut, die Wahlurne ist versiegelt und vor dem Wahllokal drängen sich die Wählerinnen und Wähler, um ihre Erst- und Zweitstimme abzugeben. Diese Szenen spielten sich nicht nur am Wahlsonntag in ganz Deutschland ab. 185 Schülerinnen und Schüler des HCA wählten in der Woche vor den eigentlichen Wahlen bei der Juniorwahl ihren Bundestag. Zur Vorbereitung setzten sie sich im Sozialkundeunterricht und privat mit dem Wahlablauf auseinander, analysierten Wahlspots und probierten den Wahl-O-Mat.

CSU: Sieg bei der Erststimme – nur 12 Prozent der Zweitstimmen
„Vor allem CSU – wie Mama und Papa halt auch“, glaubte Luca aus der Q12, als er Mutmaßungen über das Wahlverhalten seiner Mitschülerinnen und Mitschüler anstellte. Damit hat er sich gründlich getäuscht. Denn die Union hat offenbar ein gravierendes Problem bei der Jugend. Als am Wahlabend um 18 Uhr die Ergebnisse veröf-fentlicht wurden, kam die CSU am HCA mit gut 12 Prozent nur auf Platz 4. (bundes-weit lag die Union auch nur bei 13 Prozent). Immerhin gewann Susanne Hierl von der CSU das Direktmandat mit hauchdünnem Vorsprung vor Manfred Herbst von Bündnis 90/Die Grünen.

Großer Zuspruch für FDP und Grüne – AfD scheitert an 5-Prozent-Hürde
Auch mit der FDP als Wahlsieger hatten nur wenige gerechnet. Doch offenbar gelang es Christian Linder, dessen Wahlkampf sich stark an der Instagram-Bildsprache orientierte, bei der Jugend einen Nerv zu treffen. (bundesweit 18 Prozent). Die SPD kam mit rund 18 Prozent auf den zweiten Platz. Stärkste Kraft bei den Juniorwahlen auf Bundesebene waren Bündnis 90/Die Grünen mit 20,6 Prozent. Keine Rolle spielten hingegen rechte Parteien. Die AfD wäre im Bundestag des HCA gar nicht vertreten, bundesweit mit 5,1 Prozent nur mit Mühe und Not. Typisch für Juniorwahlen ist auch der große Stimmenanteil für Kleinstparteien mit über 18 Prozent.

Wichtiger Beitrag zur Politischen Bildung
Helena, 17, aus der Q12 zeigte sich begeistert von der Möglichkeit, bei der Junior-wahl Demokratie einzuüben: „Ich bin zwar ohnehin politisch interessiert. Aber wenn man selbst wählen darf, setzt man sich noch einmal deutlich intensiver mit den Parteien auseinander. Schade, dass das Wahlalter nicht auf 16 Jahre herabgesetzt wird.“
Vielleicht erfüllt ihr der neu gewählte Bundestag diesen Wunsch. Spätestens in vier Jahren sind Helena und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aber sicher dabei. Dann schon als „routinierte“ Erstwähler – der Juniorwahl sei Dank.

Die Juniorwahl
- findet seit 1999 bundesweit zu Europawahlen, Bundestagswahlen und Landtagswahlen statt
- Bislang über 3,8 Millionen teilnehmende Schülerinnen und Schüler
- bei Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 nahmen über 1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler teil
- Deutschlands größtes Schulprojekt zur politischen Bildung
- Träger ist der gemeinnützige und überparteiliche Kumulus e.V.
- die Teilnahme für Schulen ist kostenlos
- Ziel ist, das Interesse für Politik bei Jugendlichen zu steigern

Quelle: www.juniorwahl.de

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