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Sacambaya
 
Johanna und Luisa überreichten Jorge Aquino den Scheck aus den Beiträgen der Schüler, wofür sich dieser sehr bedankte.
Sulzbach-Rosenberg (mma) Über 400 Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zu 10. Klasse des HCA-Gymnasiums zeigten sich begeistert von der bolivianischen Musikgruppe Sacambaya. Die fünf Musiker und ihre Sängerin Paula, versetzten die Turnhalle am letzten Schultag vor den Allerheiligenferien mit alten Inkaweisen und modernen südamerikanischen Liedern richtig gehend in Schwingung.

Mit einem kurzen Quiz über bolivianische Superlative eröffnete Coco Aquino die zwei Schulstunden. Ein informativer Film über die Arbeit des Centro Cultural von Independencia, der Heimat der Musiker, zeigte in 10 Minuten dessen breites Arbeitsfeld auf. So habe man seit Beginn über eine Million Bäume gepflanzt, 16 Wasserleitungen gebaut, Obstplantagen angelegt, ein Übernachtungshaus für sanften Tourismus errichtet und das Zentrum zu einem Ausbildungsmittelpunkt für viele Schüler und Berufe gemacht. Dank des eigenen Radiosenders Ayopaya werden Schüler in entfernten Regionen unterrichtet, die indigenen Sprachen Quechua und Aymara gepflegt sowie Wissen und Kultur verbreitet. Derzeit ist eine große Photovoltaikanlage für eine unabhängige Stromversorgung der Region geplant, wofür diese Europatournee mit 46 Konzerten Geld sammle.

Ein großer Dank an alle Unterstützer und nun auch an die Schüler des HCA, welche so mithelfen, vielen Menschen „ein würdiges Leben zu sichern“, beendete die filmische Präsentation. Jorge Aquino verwies darauf, dass deutschen Praktikanten das Demonstrationsvideo erstellt haben und weitere Praktikanten, vielleicht auch aus dem Landkreis Sulzbach-Rosenberg, für ein freiwilliges soziales Jahr dort sehr willkommen seien.

Seit 18 Jahren macht die Gruppe Sacambaya „Musik für eine Welt“. Der Name leitet sich ab vom „Goldfluss Sacambaya“, der bei Ayopaya in einer tiefen Schlucht fließt, erfuhr man und auch eine einheimische Kartoffelsorte trage diesen Namen.

Nach einer kurzen Vorstellung der Musiker und ihrer typischen Instrumente, von der Charanga bis zur mit Ziegenfell bespannten Bonga, plädierte Aquino zudem eindringlich zum Studium von Sprachen. „Sprachen zu können ist schon der halbe Beruf“ betonte er überzeugend.

Mit rhythmischem Klatschen begleiteten die Schüler die zahlreichen Lieder, welche Aquino moderierte. Uralte Lieder in indigenen Sprachen, wie Kunan Pacha, welche von der Schönheit Boliviens erzählten, hörte man und auch das gerade für die Indios überlebenswichtige Thema des Umweltschutzes in „Gracias a ti Amazonia“ beeindruckte. „Jeder ist ein Fremder in einem andern Land“ sensibilisierte für Freundschaft und Respekt in einer Welt, in der Migration ein großes Thema bleiben wird, so der Moderator. Bei modernen Liedern konnten viele begeistert mitsingen und lautstark erklatschten sich die Schüler Zugaben.

(Frau Moosburger)

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