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HCA beim Offenen Studientag in Regensburg
 
Am 21. Februar besuchten elf Schülerinnen und Schüler der Q11 des HCA-Gymnasiums den Studientag zum Thema „Gottes Lieblingstier – Der Mensch?“ an der Uni Regensburg, der von Dozenten der Fakultät für Katholische Theologie durchgeführt wurde. Dazu fanden im Hörsaalgebäude zuerst kurze Impulsvorlesungen der Professoren statt. Die erste Vorlesung beschäftigte sich mit der Frage, ob beziehungsweise welchen Unterschied es zwischen Mensch und Tier gibt. Dabei werden oft Verhaltensforschungen an Menschenaffen herangezogen, um beispielsweise zu belegen, dass der Mensch in Bezug auf Selbstreflexion und im sozialen Miteinander, hier vor allem mit seiner Sprache, eine ganz „besondere“ Art bildet, die sich einer vollkommenen Gleichsetzung mit anderen Lebewesen entzieht. Der zweite Vortrag beschäftigte sich mit der interessanten Frage, in welcher Weise Menschen und Tiere in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren. Über Artgrenzen hinaus gibt es hier zahlreiche Beispiele, in denen Tiere Menschen oft auch unterstützen, wie dies etwa bei Begleithunden der Fall ist. Der letzte Impulsvortrag versuchte, die viel diskutierte Frage zu klären, ob es ethisch korrekt ist, Tiere zu töten. Die kontroverse Fragestellung wurde auch mit einem Blick auf die Folgen unserer Massentierhaltung für die Klimaerwärmung beleuchtet.

Später fanden zu diesen und weiteren Problemen Workshops mit Seminaratmosphäre in kleinen Gruppen statt. Hier wurden beispielsweise die Sichtweisen verschiedener philosophischer Schulen zur Unterscheidung von Mensch und Tier vorgestellt. Dabei zeigte sich eine große Bandbreite an Meinungen zu diesem Thema, wie etwa die Extremmeinung des australischen Ethikers Peter Singer, der von einer prinzipiellen Gleichheit von Mensch und Tier ausgehend jede Nutzung von Tieren ablehnt, die Leid verursachen könnte. Nach einem gemeinsamen Essen in der Mensa gab es am Nachmittag Präsentationen der erarbeiteten Plakate. Diese wurden zunächst in einem Foyer der Universität öffentlich gezeigt. Im Anschluss erläuterten die Gruppen die entstandenen Texte und Materialien, die beispielsweise aus Masken der verschiedenen Philosophen bestanden, die ihre jeweiligen Meinungen repräsentierten. Insgesamt gab es an diesem Studientag sehr viele Anregungen zu einer veränderten Sichtweise auf die angesprochenen Themen.

(Herr Birner)
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