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Zwischen Schulalltag und Lernstress - einfach mal entspannen
 
Entspannen in der Schule?

Klar, im Wahlkurs „Entspannung“, geleitet von Frau Merkl, lernten wir, wie es richtig geht und wie man Entspannungsübungen am besten in Stresssituationen anwenden kann. Egal ob bei Prüfungen oder einfach mal im stressigen Alltag, Entspannung kann man immer brauchen.

Der Kurs begann am Anfang des Schuljahres mit der Entspannungstechnik des Autogenen Trainings nach Schultz. Zunächst lernten wir, wie wir achtsamer mit unserem Körper umgehen und wie wir bei den verschiedenen Arten von Stress reagieren sollten.
Es gibt vier Ebenen von Stress: den kognitiven Stress, den emotionalen Stress, den motorischen Stress und den vegetativen Stress. Jede dieser vier Ebenen hat andere Auswirkungen auf unseren Körper: Stress kann u.a. Denk- und Wahrnehmungsprozesse, Gefühle, Muskeln, Nervensystem oder Kreislauf beeinflussen.

Um gesundheitlichen Folgen zu vermeiden, sollte jeder, der eine oder sogar mehrere Ebenen von Stress durchläuft, regelmäßig entspannen, z.B. mit autogenem Training. Dabei geht es darum, sich in die Entspannung fallen zu lassen und für einen kurzen Moment alles, was einen belastet, vergessen zu können. Man fokussiert sich auf seinen Körper und sagt sich in seinem Kopf immer wieder dieselben Formeln, z.B. ,,Ich bin ganz ruhig. Meine Beine und Arme sind ganz schwer. Mein Körper ist ganz warm. Das Herz schlägt ruhig und gleichmäßig. Die Atmung ist ganz ruhig und gleichmäßig. Das Sonnengeflecht ist strömend warm. Die Stirn ist angenehm kühl.”. Der Körper reagiert darauf und entspannt sich. Man konzentriert sich auf die einzelnen Bereiche in seinem Körper und indem man die Sätze immer wieder wiederholt, „fährt der Körper runter“.

Natürlich nimmt das autogene Training seine Zeit in Anspruch und erfordert Übung, doch wenn man es lange genug trainiert hat, kann man Teile davon gut in Stresssituationen anwenden und in den Alltag integrieren.

Im zweiten Halbjahr haben wir die progressive Muskelentspannung nach Jacobson erlernt. Bei dieser Methode erreicht man Entspannung, indem gezielt die Muskelspannung gelockert wird. Angefangen bei den Händen und Armen, über die Schultern und das Gesicht, weiter zu Bauch und Po bis zu den Beinen entspannt man sukzessive den ganzen Körper. Dabei spannt man bewusst die einzelne Muskelgruppen an und hält die Spannung für ca 5 bis 10 Sekunden, dann lockert man die Muskeln ganz bewusst. Nach ein paar Wiederholungen sind die Muskeln entspannter als normal. Diese Muskelentspannung und die dadurch verbesserte Körperwahrnehmung entspannt auch mental.

Natürlich gibt es für beide Methoden Vor- und Nachteile, deshalb muss man für sich selbst entscheiden, in welcher Situation man autogenes Training oder progressive Muskelentspannung bevorzugt. Beim autogenen Training kommt man ,,tiefer“ in die Entspannung rein als bei der progressiven Muskelentspannung, doch erfordert dies auch regelmäßiges Üben.
Unsere Wahlkursteilnehmer haben inzwischen „ihre“ Methode gefunden und auch einen Weg, wie man Teile der Entspannungstechniken in seinen eigenen Alltag einbauen kann. Auch bei Stresssituationen wie Schulaufgaben oder Abfragen bleiben wir ganz ruhig, auch wenn wir mal nicht so top vorbereitet sind.


Alina Fenk, Q11

(Frau Merkl)

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