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P-Seminar "Weltethos" nimmt an interkonfessionellem Friedensgebet teil
 
Das P-Seminar „Weltethos“ von OStRin i. B. Marianne Moosburger nahm geschlossen am ersten interkonfessionellen Friedensgebet mit dem Thema „Suche den Frieden und jage ihm nach!“ teil. Imam Taskin freute sich als Hausherr der Amberger Moschee einen vollen Saal begrüßen und danach zum Imbiss einladen zu dürfen. Mehrere Vertreter der christlichen Gemeinden, der Rabbiner Elias Dray, Daoud Shekko von der yezidischen – und Jochen Ziehr von der neuapostolischen Gemeinde gestalteten den Abend auf Anregung von Dr. Johannes Blohm (EBW) hin. Mit Texten und Liedern, welche Christian Irlbacher von der KEB auf der Gitarre begleitete, wurden die 80 Minuten zu einem religionsübergreifenden und hoffentlich nicht einmaligen großem Gebet um Eintracht und Frieden.

Imam Taskin betonte, dass die Veranstaltung für ihn ein guter Abschluss nach fünf Jahren in Amberg sei, nach denen er mit „guten Erinnerungen“ in die Türkei zurückkehren werde. „Wir sind alle auf dem Weg zur Wahrheit“, wusste er und „ohne Dialog wachsen nur Angst und Vorurteile“. Dr. Johannes Blohm lud zum Friedensgruß ein, dem ein türkisches, auf Deutsch übersetztes Friedenslied des Imam folgte. Margit Reif von der Friedensgebetgruppe um Pater Alfred Lindner aus Ensdorf lud „alle Menschen guten Willens“ ein, zusammenzustehen, laute Lieder zu singen, um schließlich „aus dem Ich ein wir“ werden zu lassen.

Daoud Shekko rief den Religionsgründer Abraham in Erinnerung und den gemeinsamen Glauben an einen Schöpfer Gott, der „Mitleid mit den Menschen“ habe und „die Wunden der Seele heilen kann“. Ein Video mit einem archaischen kurdischen Sprechgesang, begleitet von Trommel und Flöte, unterstrich seine Worte.

Jochen Ziehn vertrat die neuapostolische Gemeinde und betonte, dass „Frieden uns alle angeht“ und „die Beziehung zu Gott wichtig bleibt, da er allein wahren und vollkommenen Frieden schenken kann“. Rabbiner Elias Dray freute sich, dass „dieser Abend endlich möglich“ sei und deutete den Shalom-Begriff im Judentum, der bis in eheliche Beziehungen hineinreiche. „Seien wir auch hier innovativ“ wünschte er.

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ nach Franz von Assisi war der Beitrag der evangelischen und katholischen Gemeinden. Dr. Johannes Blohm und Christian Irlbacher deuteten den berühmten Text in einem aktualisierenden Dialog. Fürbitten der Religionsgemeinschaften, vom Imam Taskin gesungene Koransuren und dessen Aufruf zu Toleranz, Verbundenheit, Einigkeit, Hilfsbereitschaft, Barmherzigkeit und Nächstenliebe führten zum Schlusssegen der Geistlichen.

Ein gemeinsamer Imbiss wurde gerne angenommen, ebenso eine Führung mit Erklärungen in der neuen Moschee.

Frau Moosburger
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